Jetzt muss ich doch noch ein Tagebuch schreiben

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Björn
Hallo!

Hallo!

Vielen Dank für deine Mahnung an mich! Du hast vollkommen recht, soweit darf es nie wieder kommen!!!

Aber es stimmt auch, das Rauchen vernebelt die Gedanken. Das erkenne ich nach 21 Tagen bei mir ebenfalls. Es ist jetzt alles soviel lockerer, klarer, einleuchtender und ruhiger in meinem Leben. Ich habe derzeit das Gefühl, bis vor kurzem drehte sich bei mir alles nur um Suchtbefriedigung. Und das brachte unglaublich viel Hektik in mein Leben, die alles andere irgendwie verblassen ließ.

Jetzt ist so vieles viel deutlicher. Und genau deswegen muss man auf der Hut sein, immer standhaft zu bleiben und nicht wieder anzufangen. Sonst hat man dieses alte Leben schnell wieder.

Ich habe eben einen sehr interessanten Satz voneinem Ex-Alkoholiker gelesen auf die Frage, wie sicher man auch nach längerer Abstinenz vor dem Monster "Rückfall" denn ist.
Seine Antwort war: "Ich kann Kilometer um Kilometer ohne Panne auf der Autobahn zurücklegen und bin dem Straßengraben dadorch dennoch keinen Meter weiter entrückt. Jeden Moment kann ein Unfall passieren."

Ich finde, dieser Satz hat so viel Wahrheit über jegliche Sucht bzw. deren Bewältigung in sich...

Viele Grüße
Björn

tilly
Zitat elisa: "Als Raucherin

Zitat elisa: "Als Raucherin fühlte ich mich nicht mehr gut, war unglücklich, so schwach zu sein, der Gestank in der Wohnung, obwohl nur in der Küche oder auf der Terasse geraucht wurde, an einem selbst, war unerträglich! Auf den Nenner gebracht, man konnte sich selbst nicht mehr riechen, auch die Selbstachtung litt!"

Genau diesen Grund endlich mit dem Mist aufzuhören, möchte ich für mich auch nochmal herausstellen.

Ich habe mich als Raucherin schlecht gefühlt!!! Es hat mich physisch und psychisch stark belastet, daß ich jede Stunde diese Gier nach dem Gift befriedigen mußte!

liebe Grüße

NMRin seit dem 22.12.2008, nach 30 Jahren

elisa
Nun musste ich

mein Tagebuch suchen, kein Wunder, war ja schon lange nicht mehr hier :oops:

Ja, der Grund meines Fernbleibens war eine massive depressive Verstimmung, die meinen Mann mit voller Wucht getroffen hatte. Deshalb war auch ich nahe daran, wieder zu rauchen :? Dieser :evil: ist wirklich gemeingefährlich, so dass er die besten Vorsätze, nicht mehr zu rauchen, die Überzeugung, das Glücklichsein, dass man schon soweit gekommen ist, usw. doch tatsächlich in`s Wanken bringen kann, und zwar mit solcher Vehemenz, dass einem schwindelig wird :cry:

Es war wieder ein hartes Stück Arbeit, nicht mehr zu rauchen und vor allem die Vorteile des NMR hervorzuholen. Nach jetzt mittlerweile 86 Tagen rauchfrei fällt dies doch manchmal schwer. Der wunderbare Frühling, der blühende Garten, die reine Luft, ein Traum, aber das Terassesitzen "ohne", war manchmal ein Trauerspiel.

Nun, ich muss gestehen, dass mein Mann und ich vielleicht deshalb über diese Runden kamen, da in der Nachbarschaft ein Raucher jetzt die Diagnose "Lungenemphysem" bekommen hat und sein Husten und sein Atmen fürchterlich ist :roll: Er raucht seit über 40 Jahren und ist jetzt 66 Jahre , aber trotz dieser Diagnose kann er nicht aufhören!
Da wir ihn des Öfteren sehen, so glaube ich, fällt es uns jetzt doch leichter beim NMR zu bleiben, wenn es auch für diesen Nachbarn sehr traurig ist! Er scheint aber schon länger mit dieser Krankheit zu tun zu haben, aber so richtig zum Ausbruch kam sie jetzt erst! Einfach schlimm und wir können froh sein, dass wir noch keine schlimme Erkrankung haben.

Deshalb auch an alle Zweifler, denen das Aufgeben auch so schwer fällt, wir sind mit dem NMR auf der Gewinnerstrasse, jeden Tag, Stunde, Minute, Sekunde und zeigen diesem :twisted: die Stirn!!! Vor allem auch an die jüngeren NMRwollenden, Eure Zufkunft wird immer rosiger, freier und glücklicher Biggrin Uns fällt das NMR auf jeden Fall schon leichter, wenn auch noch ein längerer Weg, trotz unseres Alters, vor uns liegt, die Lebensqualität und das Wohlbefinden haben sich aber schon enorm gebessert Smile

LG elisa

 

quaxin
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hab mich heut gefreut von dir

hab mich heut gefreut von dir zu lesen ...
ja - :twisted: ist gemeingefährlich - toll, dass du durchgehalten hast - ich finds auch zeitweise übel, nicht in der sonne hocken zu können und ne kippe und rein ...
ich zieh das auch durch - ohne reinzuziehen ....
bei mir nebenan - auf dem einen grundstück ist ein ehepaar am woende gärtnernd zugange - ist ein betriebsgrundstück - na - der mann war oder ist starker raucher - ich hab ihn noch nie rauchen sehen - aber ich höre das husten - pffffffffffffffff- das ist übel -

ich geh davon aus - dass dieses trauern, dass in der schönen sonne keine kippe und anzünden und reinziehen - dass das nachlassen wird ..
ist bei mir zeitweise schon heftig im hintergrund - ich hab nicht nur dieses entsagen drin - also das ist nur phasenweise da - dafür aber heftig ...

ich kenn auch schon zeiten, in denen das weg ist ...
ja - weitermachen ...
mit dem inhalieren von rauchloser luft ...

ja - die lebensqualität hat sich verbessert - das ist so !!!!!

hab mich gefreut von dir zu lesen
quaxin

aufgehört am 19.8.2008 ca. 18.00 - am 20.8.2008 ca. 23.00 ne schachtel gezogen - reingeraucht wie ne irre - am 21.8.2008 dann endgültig gelassen ca. ab 11.00 und mein lieblingssmilie war herr goebel
Dirol

elisa
Hallo quaxin,

Hallo quaxin,
ganz lieben Dank für Deinen Beitrag, habe mich auch sehr darüber gefreut Smile
Weisst Du, das Rauchen für sich allein aufgeben, ist ja schon heftig, aber wenn auch noch der Partner aufgibt, ist es noch heftiger :oops:

Es ist einfach zum Heulen, wie dieses Monster :twisted: einem zugesetzt hat und auch noch zusetzt! Also selbst nach 87 Tagen NMR noch psychische Abhängigkeit zu verspüren, ist wirklich teuflisch :twisted: Dieses ständige Suchen, die innere Unruhe, die Verstimmungen, das Vergessen, warum man hat...., immer noch das Gefühl, dass einem etwas fehlt, einfach übel. Ganz zu schweigen von der Gewichtszunahme, die auch schon das Atmen schwer macht! Als ich vor Jahren alleine aufgehört habe, hatte ich komischerweise nicht solche Probleme, liegt wahrscheinlich daran, dass ich jünger war und das macht mich auch unglücklich, dass man mit zunehmendem Alter noch so unvernünftig denkt, obwohl man doch imgrunde weiss, warum NMR! Hätte vor 87 Tagen tatsächlich nicht geglaubt, dass mich immer noch solche Zweifel überkommen Sad Ausserdem auch noch diese Müdigkeit :oops:

Mein Gott, ein Jahr ist ja wirklich eine lange Zeit, um alle Rituale durchzumachen, die man vorher mit einer Zigarette locker gemeistert hat. Naja, im Moment bin ich wirklich daneben und hoffe, dass ich bald wieder auf den Boden der Tatsachen komme und weiss, warum ich nicht mehr RAUCHEN will. Unser Nachbar hüstelt schon wieder und ich hab solche Gedanken, verrückt :oops:

LG elisa

 

quaxin
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übers rauchen aufhören

übers rauchen aufhören mitohne partner könnt man studien schreiben ...
denn gibt die unterschiedlichen konstellationen:

ohne partner aufhören - also als singel - man hat niemanden, den man anmotzen kann, wenn man schlechte laune hat usw.

mit partner aufhören - oh - könnten sich die jeweiligen stimmungen heftigst verstärken - verdoppeln

aufhören und mit partner sein und der hört nicht auf sondern raucht weiter - pffffff - birgt einiges an dynamik ...

aufhören ist einfach ätzend!
aber so rum stimmts nicht !
angefangen zu haben ist doof!

es ist super, wenn man aufhört!!!!!!!!!!!!
es wird BESSER!!!!!
ja - elisa - es wird besser!!!!!
leider nicht stetig und jeden tag 1 mm besser sondern so uneinschätzbar -
aber wird besser ...

diese müdigkeit war bei mir absolut heftig !
also bei mir isse weg!
klar hab ich tage, da würd ich am liebsten liegenbleiben - aber das sind nur noch tage - das war bei mir ja durchgängig ..

elisa - hast schon viele tage hinter dir ...
wird besser ...
auch wenns an manchen tagen einfach überhaupt nicht so aussieht !
bei mir fängts auch an, wieder mit dem gewicht zu passen - halt mit dem körpergefühl ..

mach weiter - ja - es lohnt ...
und schreib hier ruhig !!!!!!!
dazu ist dieses forum da!!!
auch wenns im moment etwas stiller ist - die stille kannste ruhig stören - denn das ist kein stören ...

schönen abend
quaxin

aufgehört am 19.8.2008 ca. 18.00 - am 20.8.2008 ca. 23.00 ne schachtel gezogen - reingeraucht wie ne irre - am 21.8.2008 dann endgültig gelassen ca. ab 11.00 und mein lieblingssmilie war herr goebel
Dirol

elisa
Liebe quaxin,

Liebe quaxin,

[color=red:b18586a35b]mit partner aufhören - oh - könnten sich die jeweiligen stimmungen heftigst verstärken - verdoppeln [/color:b18586a35b]

richtig und da liegt die Gefahr, dass man wieder zu rauchen anfängt :oops: Wenn der Partner seine massiven depressiven Verstimmungen nicht in den Griff bekommt, betont, aber nicht mehr rauchen zu wollen und der andere ebenfalls nmr-wollende Partner ihn nur in Stimmung bringen muss, naja, das ist schon sehr anstrengend Sad Noch dazu, wenn man überwiegend tagsüber zusammen ist! Hoffentlich entwickelt sich da kein Eheproblem, oder es war schon vorher vorhanden und kommt jetzt erst richtig zum Vorschein :shock:

Mann oh Mann, wenn ich denke, mit welcher Zuversicht und Elan ich das NMR angegangen bin und jetzt mein Optimismus in den Keller gerauscht ist, macht mich das schon sehr traurig. Ich bin nach wie vor überzeugt, nicht mehr zu rauchen wollen und ich hoffe, dass mein Mann gemeinsam diese Krise übersteht :gruebly: Auf jeden Fall hatte ich mich anfangs besser gefühlt und ich konnte auch mit den Verstimmungen meines Mannes besser umgehen :?
LG elisa

 

quaxin
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oh - was ist das?

oh - was ist das?
sollst du die kippe sein?
das geht nicht! du bist keine kippe.
biste nicht.
das geht nicht dauernd, den andren auf andre gedanken zu bringen, aufzuheitern etc.
ist ja dann irgendwann wie seilziehen - ich zieh dich ins loch - zieh mich raus - wer ist stärker - oder irgendwie so ...

rauchen aufhören ist schon schwierig genug ...
also du kannst ja nicht für nen andren rauchen aufhören!

tu DIR mal was gutes, damit du deinen optimismus wieder fütterst und hochpäppelst

lg
quaxin

aufgehört am 19.8.2008 ca. 18.00 - am 20.8.2008 ca. 23.00 ne schachtel gezogen - reingeraucht wie ne irre - am 21.8.2008 dann endgültig gelassen ca. ab 11.00 und mein lieblingssmilie war herr goebel
Dirol

Kati
Hallo elisa,

Hallo elisa,

erst einmal :troest: und dann: Auch ich hatte vor 4 Jahren den 1. Versuch gestartet und zusammen mit meinem Mann einen Kurs bei der Caritas besucht - rauchfrei in 10 Schritten - damals hatte mein Mann den Absprung nicht geschafft und ich bin auch nach 3 Monaten wieder angefangen zu rauchen. Bei meinem jetzigen Versuch - nein ERFOLG - habe ich es für mich getan und für mich entschieden:
ich will nicht mehr rauchen,
ich will nicht mehr abhängig sein von den blöden Zigaretten
ich will nicht mehr außer atem sein
ich will nicht mehr so viel Geld für "Qualm" ausgeben

es hat anfangs oft hitzige Disskussionen mit meinem Mann gegeben - vor allem da mir verstärkt aufgefallen ist, wieviel überhaupt durchgequalmt wird.

Ich will nicht behaupten, daß ich jetzt - 1 Jahr später - über diese Dinge stehe, nein ganz bestimmt nicht - denn das Kopfkino spielt leider immer noch eine große Rolle und die lieben Gewohnheiten lassen sich nicht mal eben abschütteln.

Aber ich habe es für mich getan und ich habe mir bewiesen es geht - darum lass den Kopf nicht hängen - halt durch

LG
Kati

Gibt es etwa eine bessere Motivation als den Erfolg?

[url=http://www.ohnerauchen.de/forum/ftopic3724.html]Kati?s Tagebuch[/url]

17.03.08 die letzte; sie soll es auch bleiben!

elisa
quaxin, Du hast es auf den

quaxin, Du hast es auf den Punkt gebracht, danke!

Den Anderen oder auch die Anderen aus dem Loch ziehen, tja, das hab ich wohl immer gemacht, zwangsläufig hab ich mir den Schuh wohl angezogen :roll: Weiss nicht, möglicherweise liegt das in meiner Natur, wobei ich imgrunde psychisch sehr stark bin, was mir im Nachhinein immer bestätigt wird, aber es ist kein Freibrief, dass das ausgenutzt wird! Das Helferleinsydrom wird einem wahrscheinlich anerzogen und aus dieser Rolle findet man schwer wieder raus. Vor allem jetzt, nach längerer NMR-Zeit, bin ich wieder so nüchtern und sachlich, dass es manchmal direkt schmerzt und ich auf und davon möchte :shock: Andererseits stehen mir meine Emotionen im Weg, denn ich weiss, dass mein Mann imgrunde ein sehr liebevoller ist, wahrscheinlich "nur", wenn auch ich weiterhin sehr lieb und verständnisvoll bin :shock: Nee, stimmt nicht, er ist auch sonst lieb, nur leider oft stimmungsmässig von seinem Allgemeinzustand abhängig und da er ein Pefektionist ist, tut er sich damit besonders schwer Sad
Äh, was hab ich für dumme Gedanken :? Hoffentlich gehen die bald wieder weg, sonst verenn ich mich noch in was und das ist nicht mein Ziel :oops: Nach so langen Jahren und jetzt durch das NMR eine Krise, das darf doch nicht wahr sein :?: Ich glaube, das gehört nicht in dieses Forum, nichts für ungut :?
LG elisa

 

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