Tagebuch Janne

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troyherpart
hallo,

hallo,

ich wollte nur mal nen lieben Gruß da lassen... :winky1:

Hoffe, es geht dir gut und du bist noch nicht durchgedreht. ..
:karuselli1:

Drück dir die Daumen.

Liebe Grüße

janne
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Woche 7

Und wenn ich durchgedreht wäre, stellt sich die Frage, ob ich selbst dies als solches erkennen würde Smile Danke der Nachfrage. Eigentlich fühle ich mich ganz gut.

Das Wichtigste, das Nichtrauchen fällt mir tatsächlich sehr leicht. Und wenn ich mal Stresssituationen ausgesetzt bin, kann es sein, dass ich nah am Ausflippen bin, allerdings denke ich nicht an Zigaretten.
Vergesse ich zu frühstücken, oder bin der Meinung, dass ich das mal nicht brauche, macht sich das recht schnell bemerkbar. Früher hätte ich eine nach der anderen geraucht. Überhaupt hat sich mein Essverhalten geändert. Ich esse bewusster und vor allem regelmässig.
Mein Gewicht hat sich kaum verändert. Gut, ich wiege mich gerade mal seit drei Wochen. Da ist evtl. ein Kilo dazu gekommen. Allerdings bewege ich mich weiterhin recht viel. In den letzten drei Monaten habe ich 1500 km mit dem Rad zurück gelegt.

Rauchern stehe ich ziemlich neutral gegenüber. Es stört mich nicht besonders, ich verteufele es nicht. Schliesslich weiss ich auch, was es bedeutet, davon los zu kommen. Und falls ich höre/lese, wieviel Spaß es macht zu rauchen, wie kreativ es macht etc .. grinse ich in mich hinein.

Ich habe mehrmals versucht mit einer guten Freundin aufzuhören. Meistens habe ich bereits am nächsten Tag geraucht, und sie angelogen, damit sie bloß nicht wieder anfängt. Im Endeffekt rauchten wir beide weiterhin. Nun hat sie mir gestern eröffnet, dass sie seit einer Woche nicht mehr raucht - bis auf eine. Sie würde gerne die berühmte Party-Raucherin sein. Was wohl nicht so ganz klappt. Ich wünsche ihr, dass sie es packt.

Zum Kreativ-Sein: Ich mache viele Fotos, stelle sie ins Netz. Beim fotografieren habe ich früher immer geraucht, fühle mich besonders einfallsreich. Etc. Im Nachhinein hat es mich nur aufgehalten. Die Fotos werden sogar besser.

Ah. Wo war denn mein Kaffee.

letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]

Zmile
Hallo du,

Hallo du,

sportlich, kreativ...manchmal kurz vorm Durchdrehen, aber ohne Rauch.
Guuuuuuuuuuuut! :ja:

Hast fast 2 Monate geschafft. Hättest du das jemals für möglich gehalten???

Ohne ist es schöner, frischer, freier...einfach besser.

Viele Grüße...

janne
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Es fällt mir tatsächlich noch

Es fällt mir tatsächlich noch immer nicht so leicht, daran zu glauben. Rechne ich allerdings nach, wie viele Wochen es schon sind, muss ich recht grinsen.
Und da fällt mir auf, ich weiss nicht, wie viele Tage ich schon clean bin. Ich muss immer nachrechnen. Gut/Schlecht. Ich beschäftige mich nicht so sehr damit.

Worüber ich sehr lachen musste - VORSICHT, da wird geraucht - http://www.youtube.com/watch?v=trHgxLbp7rc
Ich lachte darüber und dachte nicht, ich will auch.

Gestern war ich zum ersten mal bei einem Handballspiel dabei, die Berliner Füchse haben gespielt. Ich war ein wenig entgeistert, wie wenig das für mich mit Sport zu tun hatte. Nach jedem Tor/Einwurf/Faul .. wurde Musik gespielt .. naja. Es war interessant. *lach*
Bei den Halbzeiten rannten natürlich alle raus, ich begleitete einen Freund. Eine dicke Wand aus Rauch erwartete uns draußen. Und zum ersten Mal störte mich der Rauch. Es kratzte ziemlich in der Lunge. Ich war so verwundert, weil ich ja immer der Meinung war frischer Rauch würde so gut riechen. Aber daran war nichts gut.
Auch wurde mir zum ersten mal bewusst, wie lange man danach noch nach Rauch stank.
Irgendwo tief im Innern wusste ich das natürlich, aber so richtig begriffen habe ich das wohl erst gestern.

Und so toll sich das alles anhört - jetzt wo ich darüber schreibe, habe ich noch immer diese Sehnsucht in mir - obwohl meine Lunge zu kratzen scheint. Teuflisches Zeuch! Ah was Smile

Was besonders schön war: Richtig satt und zufrieden den Teller zur Seite schieben und nicht rauchen zu wollen, auch wenn der Begleiter eine Kippe zückt. Traumhaft Smile

letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]

Sylvina
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Hi Janne,

Hi Janne,
ich bin sicher dass du ein rauchfreies Leben führen kannst - du hast die richtige Einstellung dazu gefunden, prima! :sternsmilie:

Außerdem musst du auch an deine Vorbildfunktion denken:
ich und viele andere kommen hinter dir und treten in deine Fussstapfen Wink

rauchfrei seit 28.08.2010
[url=//www.ohnerauchen.de/node/4570] Sylvinas Tagebuch [/url]

janne
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Vielen Dank - ich beweise es

Vielen Dank - ich beweise es mir jeden Tag aufs neue, dass ich es kann, ohne Kippen zu leben.
Das mit der Vorbildfunktion ist zwar nett gemeint - allerdings ist das leider kein Argument für mich. Schliesslich war es mir auch egal, dass ich mich selbst vergifte, Geld für nichts ausgebe etc. Eher sehe ich das so: Je länger ich nicht rauche, um so fester wird mein Trotz.

Auf telepolis.de gab es heute einen interessanten Artikel:
"[i:a4735257c6]Nichtraucher mobilisieren gegen Tabakwerbung und bereiten unter dem Motto Frische Luft für Berlin eine Volksinitiative vor, die weitere Einschränkungen für Raucher in Berlin zur Folge hätte[/i:a4735257c6]"
http://www.heise.de/tp/blogs/3/148333
Besonders interessant finde ich die Kommentare. Da wird von Anti-Rauchern gesprochen. Bisher kannte ich den Begriff nicht. Und ehrlich gesagt stellte sich für mich nie die Frage, ob ich als Raucher gehetzt werde. Mir war bewusst, dass ich mir und anderen damit schade. Und hier fühlen sich Raucher verfolgt. Es werden Beweise aufgeführt, dass noch nie ein Gaststättenangestellter an Passivrauch gestorben sei. Es werden Vergleiche mit der Taliban angestellt. Es ist schon interessant, was die Droge mit den Menschen macht.

Was habe ich gestern an der Kreuzung gelesen: http://www.abload.de/img/07092010048sdwt.jpg - musste so lachen.

Wollte eigentlich noch zum Thema Forum schreiben. Ich lese mit, freue mich, dass ihr Fortschritte macht. Allerdings ist das mit den bunten Smilies nicht so mein Ding. Auch das seitenweise Gratullieren liegt mir nicht so. Ich finde das nutzt sich ziemlich schnell ab. Gleichzeitig lenkt es (mich) ab beim Durchlesen der Tagebücher. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass es andere motoviert, wollte lediglich schreiben, warum ich mich nicht beteilige.
Die Berichte selbst haben mir in den letzten Wochen ziemlich geholfen. Es gab Momente, wo ich schon sehr verwundert war über mein Verhalten. Und es tat gut zu lesen, dass es anderen ebenso ging.

letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]

janne
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Viele meiner Aufhör-Versuche

Viele meiner Aufhör-Versuche begannen mit dem Gedanken: Ich höre auf, dann freut sich jemand ganz bestimmtes. Sei es die Familie, die Freundin. Oder einfach der Mitraucher, mit dem man zusammen aufhören wollte. Natürlich war das auch mehr oder weniger von mir selbst gewollt, allerdings war es dann auch viel einfacher, wieder anzufangen. Ein typisches Argument: "Ist mir doch vollkommen egal, ob sie sich freuen oder nicht". Bäääm! Kippe an.

Diesmal habe ich dieses Argument gar nicht erst beachtet. Es war mir egal, ob sich andere für mich freuen. Ich tat es für mich. Und zwar nur für mich.

Ich habe am Wochenende eine weitere Party überstanden. Es war (fast) zu einfach. Natürlich habe ich es registriert und vor allem gerochen, wenn sich Grüppchen zum Rauchen zurückzogen, allerdings hat mich das kaum berührt. Kurz auf dem Balkon gewesen, hab überlegt, ob das so schön damals war. Musste ziemlich verneinen. Die letzten Wochen waren das beste, was ich mir jemals schenken konnte. Die Vorteile überwiegen. Bzw. ich sehe keine Nachteile des Aufhörens.
Was habe ich eben in einem Tagebuch gelesen: Beim Rückfall wurde einem durchs Rauchen schlecht. Hmm .. ich habe angefangen zu rauchen, weil ich das Schwindelgefühl so toll fand. Ich möchte es nicht testen, habe mir geschworen, keine Experimente zu starten. Schon das Bewusstsein, dass ich nach einem einzigen Zug rückfällig werde, treibt mir diese Gedanken aus.

Mir tun die Menschen leid, die es nicht schaffen. Die sich eine Woche lang quälen und es dann in einem schwachen Moment nicht aushalten. Ich erkenne mich selbst. Denke dann über die letzten Wochen nach, ein dunkeler Schleier wurde mir genommen. Ich kann nur sagen, Leute, egal wie schwer euch der Moment gerade erscheint. Das geht vorüber. Und hinterher seid ihr um so stolzer auf euch.

Gestern war ich im Wald. Komplett allein. Alles still. Der Wald riecht so wunderbar. Und ich stelle fest, dass ich noch nie so lange rauchfrei gelebt habe - bis auf die 18 Jahre vor meine Raucherkarriere. Wat ist das schön.

Und dann rege ich mich schon darüber auf, wie einfach es ist, an Kippen zu kommen. Ich rege mich auf über Raucher, die das Argument "mündige Bürger" hervorholen und nicht raffen, dass sie damit ihre eigene Sucht erklären/verdrängen wollen. Aber so war ich auch.

Einen schönen Wochenanfang.

letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]

janne
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Ich habe gerade davon gelesen

Ich habe gerade davon gelesen, wie jemand davon träumt, nur noch 2-3 Zigaretten täglich rauchen zu müssen/dürfen/wollen. Ich dagegen möchte keine mehr rauchen. Und das finde ich so schön. Und nun sind auch schon mehr als 2 rauchfreie Monate hinter mir.

Allerdings habe ich wieder krasse Schmachter. Und es ist das erste mal seit der bekloppten dritten Woche, dass ich mir Gedanken darüber machte, ob es nicht besser wäre, jetzt gleich zur Tanke zu laufen. Und das macht mich ein wenig irre. Bisher war ich seltsam drauf, ich merkte wie mein Körper reagierte, allerdings dachte ich nie direkt an Zigaretten. Die letzten zwei Wochen waren sogar einigermaßen ruhig, die letzte Woche möchte ich fast angenehm ruhig nennen. Seit Freitag kommen diese komischen Gedanken. Bisher lache ich mich selbst aus, denke an die zurückliegende Zeit und freue mich, dass ich es so lange überstanden habe.

Heute Nacht hatte ich meinen zweiten RaucherTraum. Ich hielt für jemanden eine brennende Zigarette und zog aus Gewohnheit daran. Aaaargh! Ich wollte doch aufhören! So lange durchgehalten und nu ist es weg. Was habe ich mich geärgert. Um so mehr habe ich mich beim aufwachen gefreut, dass es nur ein Traum war. Und dann muss ich wieder an die ersten Tage/Wochen denken, und bin so froh, dass ich nicht rauche. In solchen Momenten verschwinden die Schmachter janz schnell.

Ich huste zwar schon lange nicht mehr - nach der dritten Woche hat es aufgehört. Allerdings habe ich das Gefühl, dass ständig was nach oben kommt. Ich muss mich ständig räuspern. Gleichzeitig habe ich nicht das Gefühl, dass es mit dem atmen besser wird. Da brauche ich wohl noch Zeit.
Ich bilde mir ein, dass ich noch immer nicht viel von den Gerüchen mitbekomme. Dennoch ist es gerade jetzt im herbstlichen Wald eine Wonne, die Gerüche wahrzunehmen.

Auch wenn ich momentan wieder meine Schmachter habe, muss ich erwähnen, dass es wesentlich einfacher geworden ist. Momentan zumindest. Ich habe Angst davor, wenn sich wirklich irgendwann das heftige Verlangen melden sollte.

Aber es lohnt sich durchzuhalten. Jemand hat geschrieben, die Zigarette würde ihr/ihm helfen in manchen Situationen. Ich wollte daraufhin antworten: "Ich habe davon gehört, dass Heroin auch hilft." Hätte ich das doch nur geschrieben. Dieser Satz hilft mir noch immer, weil das so lächerlich ist, und ich mir meiner Sucht bewusst werde.

Eine schöne Woche euch allen.
*Roman Ende*

letzte Kippe am 17.07.2010
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Surfer
Hi janne

Na!

Das allgemeine Interesse an meinem jämmerlichen Schicksal ehrt mich ja fast.
Das mit den 100 Tagen ist völlig unerheblich, Der Mistkerl :evil: war einfach plötzlich wieder da und gaukelte mir vor, er sei stärker. Aber das wollen wir erst mal sehen!

Näheres dazu in meinem TB

LG

Surfer in :evil: -Vertreibungswut!

Fuck it. Ich habe es geschafft.

janne
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Es ging mir dabei weniger um

Es ging mir dabei weniger um Dich, als um die schon recht lange Zeit, nach der Du zur Kippe gegriffen hast.

Ich habe vor Jahren - werden wohl um die 10 Jahre sein - nach 3 Wochen rauchfreier Zeit auf einer Party an einer Zigarette gezogen. Ich wollt's nochmal wissen - so ein Blödsinn. Die nächsten Aufhörversuche endeten meistens nach einem Tag. Das längste war eine Woche mit kranken Bronchien. Danach habe ich natürlich weiter geraucht.

Momentan stelle ich mit jeder vergangenen Minute/Stunde .. einen neuen Rekord auf. Ich schreibe zwar, dass es immer besser und leichter wird. Allerdings sind die Schmachter von einer anderen Art. Ganz leise und sanft flüstert der :evil: mir zu.
Ich kann darauf eingehen, mich auf das Flüstern einlassen, dann wird es immer lauter. Irgendwann habe ich das Gefühl durchzudrehen, weil ich nur noch an Kippen denken kann.
Oder eben ich lasse es nicht so weit kommen, lenke mich ab. Bisher ist mir das immer gelungen. Und ich hoffe, ich vergesse nie, wie schlimm das mit dem Rauchen war, wie schlimm die ersten Wochen ohne waren. Wie gut es mir vergleichsweise geht. Und dass mir meistens - nicht immer - nichts fehlt.

Was mir aber in letzten Tagen immer mehr auffällt: Jedes mal wenn ich hier im Forum lese, habe ich besonders Lust auf Zigaretten. Das ist nicht gut.

Kaffee wartet. Lecker.

letzte Kippe am 17.07.2010
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