Danke schön. Als ich im Sommer aufhörte, war ein halbes Jahr ein Ding der Unmöglichkeit. So viel Zeit. Das ist doch unmöglich. So darf man natürlich nicht denken. Ich habe hier noch einige Versuche, als Beispiel, wie lange meine Aufhör-Kariere schon dauert:
Vor drei Jahren hörte ich auf, in dem ich beide im Haushalt gefundenen Big-Packs öffnete, und alle Zigaretten in einen Aschenbecher zerknüllte. Davon machte ich ein Bild und war sehr stolz darauf. 1.5 Tage später wurde weiter geraucht.
Vor zwei Jahren zu Ostern machte ich einen Spaziergang. Ein Obdachloser fragte mich nach einer Kippe. Ich schenkte ihm spontan die ganze volle Schachtel, gönnerhaft, mit dem Gefühl, die Aktion wird mich beim Aufhören unterstützen. Nicht mal einen Tag später rauchte ich wieder.
Mit meiner damaligen Freundin habe ich an mehreren Geburtstagen aufgehört, und schon am morgen mit ihr ausgehandelt, dass ja wohl eine Pfeife keine Zigarette ist, so dass ich die paffen dürfe. Und heimlich wurde weiter geraucht.
Vorletztes Jahr habe ich immerhin den ganzen Geburtstag nicht geraucht. Lediglich zu Mitternacht erwischte ich mich, wie ich nur diese eine rauchte.
Und dann gab es noch zahlreiche weitere Beispiele für das nicht-schaffen - mit Freunden, allein, heimlich, groß angekündigt, mit Wetten ums Geld, wobei ich als Wettpartner immer jemanden wählte, der sich doch noch umstimmen liess und das Geld nicht einforderte.
Ich habe mich gehasst, bemitleidet, so gut gefühlt, erwachsen und jung zugleich, krank und doch so cool.
Jetzt habe ich ein halbes Jahr hinter mir. Und ich merke gerade beim Schreiben, je mehr ich mich mit dem Thema befasse, um so .... tja .. was eigentlich. Ich hatte die Assoziation mit dem Pavlovschem Hund. Mein Mund wird immer feuchter, je mehr ich an Kippen denke. Gutes Beispiel dafür, dass ich alles andere als über dem Berg bin. Also schön im Hinterkopf behalten - das Thema ist noch immer sehr aktiv, auch wenn ich mich im alltag nicht mehr so häufig damit befassen muss und einiges doch einfacher geworden ist.
Abschied? Nein. Ich hatte am Anfang große Probleme mit dem Forum. Einerseits war es schön zu lesen, was andere durchmachen, so dass ich mich selbst beruhigen konnte. Andererseits waren da überall diese Glückwünsche, und ich selbst wagte es nicht, mich so richtig zu freuen, da es jeder Zeit vorbei sein könnte. Und bei mir reichte es teilweise, dass ich eine Antwort schreiben wollte, und schon war da der Wunsch eine zu rauchen.
Obligatorisch an alle Aufhör-Willigen: Haltet durch. Ihr gewinnt mehr und verliert ein großes Stück Illusion. Und das ist ein wunderbares Gefühl der Freiheit.
zu deinen 6 Monaten ohne Zigaretten! Ich wünsche dir, Janne, dass du dich weiter so wohl fühlst ohne Qualmerei, das als Gewinn im Leben empfindest und deshalb auch nie wieder anfängst mit Rauchen. Alles Gute!
6 Monate ist eine ansehnlche Etappe, schon mehr als ein Riesenschritt zum nicht mehr Rauchen. Schön dass du so weit schon gekommen bist, vielleicht muss man sich durch zahlreiche Geschichten erst einmal selbst so weit verachten, bevor man den wahrhaftigen Absprung schafft!?!
Ich selbst konnte auch erst nach einem komplett vollendeten Jahr von mir behaupten, wirklich gefestigt und ohne tägliche Gedanken an Zigaretten zu sein. An den Punkt, wo man gar nicht mehr ans Rauchen denkt kommt jerder aufhörwillige Mitstreiter automatisch, man muss dafür nichts machen außer die nächste Kippe einfach aus lassen.
—
Nichtrauchen ist cool! Ich bin seit dem 07.01.2008 wieder cool
Verachten .. so würde ich das nicht nennen. Auch wenn jeder Raucher dieses Gefühl kennt: Scham, weil man es doch nicht gepackt hat. Meistens wird es sofort verdrängt. Und beim nächsten Scheitern taucht es wieder kurz mal auf. Verachtet habe ich mich nie. Man erfindet ja auch die besten Ausreden,
warum es bei dem Versuch nicht geklappt hat. Und darin war ich richtig
gut. Und ich habe zuletzt nicht mehr daran geglaubt, dass ich es je schaffen könnte. Allerdings habe ich das Aufhören als einen sehr großen Verlust gesehen - diese Denkweise zu ändern war wohl mein größter Erfolg - und dennoch war es alles andere als einfach.
Allerdings habe ich hin- und wieder eine geraucht. Schön heimlich. Und nun freue ich mich über die sechst Monate? Rauch erstmal eine, weiß ja keiner davon. Und die drei Kippen täglich .. so viel ist das ja nicht. Aber schon nicht so dolle, hä? Egal, verglichen mit den 30 Kippen pro Tag ist das nix. Der Rauch tut beim Inhalieren so gut ... Das habe ich heute Nacht geträumt und dabei geraucht. Erst Nachmittags fiel mir das wieder ein. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen - wegen einem Traum. Jetzt bin ich gerade am Grinsen.
schon kurios, dass Du beim Schreiben im Forum an Kippen denkst. Hier gibt es doch nur uns - alles arme Junkies auf dem Weg in ein schöneres Leben ohne Drogen.
gar nicht flüstern, hab mich nur vergurkt im Menü.
Also jetzt noch mal richtig: Alles Gute!
Juliane
O-ber-cool seit dem 8.8.2010
Liberté toujours
Normal
0
21
Hallo Janne,
6 Monate ohne
Rauch – herzlichen Glückwunsch! Toll gemacht! :applaus: :applaus: :applaus:
Noch mal so lange
und du darfst dich offiziell Nichtraucher nennen.
Man hat den
Eindruck, es war gar nicht so schwer für dich, von den ersten 3 Wochen mal
abgesehen.
Ich hoffe, du
vermisst den kratzenden Rauch in der Lunge nicht mehr und fühlst dich
einfach nur gut ohne Kippen. Bleib weiter vorsichtig!
Grüße vom Mondschaf
Die ersten Schritte sind wertlos, wenn der weg nicht zu Ende gegangen wird.
rauchfrei seit 12.12.2009
zum MONDschaf
Danke schön. Als ich im Sommer aufhörte, war ein halbes Jahr ein Ding der Unmöglichkeit. So viel Zeit. Das ist doch unmöglich. So darf man natürlich nicht denken. Ich habe hier noch einige Versuche, als Beispiel, wie lange meine Aufhör-Kariere schon dauert:
Vor drei Jahren hörte ich auf, in dem ich beide im Haushalt gefundenen Big-Packs öffnete, und alle Zigaretten in einen Aschenbecher zerknüllte. Davon machte ich ein Bild und war sehr stolz darauf. 1.5 Tage später wurde weiter geraucht.
Vor zwei Jahren zu Ostern machte ich einen Spaziergang. Ein Obdachloser fragte mich nach einer Kippe. Ich schenkte ihm spontan die ganze volle Schachtel, gönnerhaft, mit dem Gefühl, die Aktion wird mich beim Aufhören unterstützen. Nicht mal einen Tag später rauchte ich wieder.
Mit meiner damaligen Freundin habe ich an mehreren Geburtstagen aufgehört, und schon am morgen mit ihr ausgehandelt, dass ja wohl eine Pfeife keine Zigarette ist, so dass ich die paffen dürfe. Und heimlich wurde weiter geraucht.
Vorletztes Jahr habe ich immerhin den ganzen Geburtstag nicht geraucht. Lediglich zu Mitternacht erwischte ich mich, wie ich nur diese eine rauchte.
Und dann gab es noch zahlreiche weitere Beispiele für das nicht-schaffen - mit Freunden, allein, heimlich, groß angekündigt, mit Wetten ums Geld, wobei ich als Wettpartner immer jemanden wählte, der sich doch noch umstimmen liess und das Geld nicht einforderte.
Ich habe mich gehasst, bemitleidet, so gut gefühlt, erwachsen und jung zugleich, krank und doch so cool.
Jetzt habe ich ein halbes Jahr hinter mir. Und ich merke gerade beim Schreiben, je mehr ich mich mit dem Thema befasse, um so .... tja .. was eigentlich. Ich hatte die Assoziation mit dem Pavlovschem Hund. Mein Mund wird immer feuchter, je mehr ich an Kippen denke. Gutes Beispiel dafür, dass ich alles andere als über dem Berg bin. Also schön im Hinterkopf behalten - das Thema ist noch immer sehr aktiv, auch wenn ich mich im alltag nicht mehr so häufig damit befassen muss und einiges doch einfacher geworden ist.
Abschied? Nein. Ich hatte am Anfang große Probleme mit dem Forum. Einerseits war es schön zu lesen, was andere durchmachen, so dass ich mich selbst beruhigen konnte. Andererseits waren da überall diese Glückwünsche, und ich selbst wagte es nicht, mich so richtig zu freuen, da es jeder Zeit vorbei sein könnte. Und bei mir reichte es teilweise, dass ich eine Antwort schreiben wollte, und schon war da der Wunsch eine zu rauchen.
Obligatorisch an alle Aufhör-Willigen: Haltet durch. Ihr gewinnt mehr und verliert ein großes Stück Illusion. Und das ist ein wunderbares Gefühl der Freiheit.
letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]
Geil Janne, auch 6 Monate durchgehalten
Solange Du noch Flimmerhärchen in der Luftröhre hast mag es soviele Versuche gegeben haben wie nötig - es war definitiv nicht viel zu spät
Mein Tagebuch: http://www.ohnerauchen.de/node/4505
Herzlichen Glückwunsch :ja:
zu deinen 6 Monaten ohne Zigaretten! Ich wünsche dir, Janne, dass du dich weiter so wohl fühlst ohne Qualmerei, das als Gewinn im Leben empfindest und deshalb auch nie wieder anfängst mit Rauchen. Alles Gute!
Ami :winky1:
rauchfrei seit 23.05.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4454]Amis Tagebuch[/url]
Meine Glückwünsche nachträglich janne
6 Monate ist eine ansehnlche Etappe, schon mehr als ein Riesenschritt zum nicht mehr Rauchen. Schön dass du so weit schon gekommen bist, vielleicht muss man sich durch zahlreiche Geschichten erst einmal selbst so weit verachten, bevor man den wahrhaftigen Absprung schafft!?!
Ich selbst konnte auch erst nach einem komplett vollendeten Jahr von mir behaupten, wirklich gefestigt und ohne tägliche Gedanken an Zigaretten zu sein. An den Punkt, wo man gar nicht mehr ans Rauchen denkt kommt jerder aufhörwillige Mitstreiter automatisch, man muss dafür nichts machen außer die nächste Kippe einfach aus lassen.
Nichtrauchen ist cool! Ich bin seit dem 07.01.2008 wieder cool
Ja, der Janne macht das prima mit dem Nichtmehrrauchen. :applaus:
@ B.Liebig: schön, dass du deinen Mietzekater wieder hast. So erkennt man dich wenigstens gleich wieder.
Die ersten Schritte sind wertlos, wenn der weg nicht zu Ende gegangen wird.
rauchfrei seit 12.12.2009
zum MONDschaf
Danke nochmals
Verachten .. so würde ich das nicht nennen. Auch wenn jeder Raucher dieses Gefühl kennt: Scham, weil man es doch nicht gepackt hat. Meistens wird es sofort verdrängt. Und beim nächsten Scheitern taucht es wieder kurz mal auf.
Verachtet habe ich mich nie. Man erfindet ja auch die besten Ausreden,
warum es bei dem Versuch nicht geklappt hat. Und darin war ich richtig
gut.
Und ich habe zuletzt nicht mehr daran geglaubt, dass ich es je schaffen könnte. Allerdings habe ich das Aufhören als einen sehr großen Verlust gesehen - diese Denkweise zu ändern war wohl mein größter Erfolg - und dennoch war es alles andere als einfach.
Allerdings habe ich hin- und wieder eine geraucht. Schön heimlich. Und nun freue ich mich über die sechst Monate? Rauch erstmal eine, weiß ja keiner davon. Und die drei Kippen täglich .. so viel ist das ja nicht. Aber schon nicht so dolle, hä? Egal, verglichen mit den 30 Kippen pro Tag ist das nix. Der Rauch tut beim Inhalieren so gut ...
Das habe ich heute Nacht geträumt und dabei geraucht. Erst Nachmittags fiel mir das wieder ein. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen - wegen einem Traum. Jetzt bin ich gerade am Grinsen.
letzte Kippe am 17.07.2010
[url=http://www.ohnerauchen.de/node/4540]Tagebuch[/url]
schon kurios, dass Du beim Schreiben im Forum an Kippen denkst. Hier gibt es doch nur uns - alles arme Junkies auf dem Weg in ein schöneres Leben ohne Drogen.
Aber schön, dass Du noch da bist!
Juliane
O-ber-cool seit dem 8.8.2010
Liberté toujours
zu meinem 30. wollte ich wahrscheinlich auch schon mal aufhören, aber wie es den meisten so geht brauchte ich ein paar Anläufe mehr.
Derzeit fühle ich mich fast wie ein Schwindler, weil es mir die meiste Zeit so leicht fällt. Da stimmt doch was nicht. Wieso war das vorher so schwer?
Ich wünsche uns eine schöne weiterhin rauchfreie Zeit.
Liebe Grüße ( nach Berlin?)
Anja :clown:
Tschö Alle sagten es geht nicht, da kam einer der das nicht wußte und tat es.
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